Bubach
Zwischen dem Bubacher Bach und dem Maisborner Bach liegt das beschauliche Dörfchen Bubach, auf einem kleinen Riedel. Die beiden Bäche fließen direkt unterhalb von Bubach zusammen. Ein weiterer Zufluss sorgte für genügend Wasserkraft, um damit eine kleine Mühle betreiben zu können. Diese Mühle liegt etwa einen Kilometer von Bubach entfernt und zählt heut zu den Sehenswürdigkeiten der Umgebung. Bubach wurde bereits in der Jungsteinzeit besiedelt, darauf weisen einige Funde aus dieser Zeit hin. Gegründet wurde Bubach von den Franken in der Zeit zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert. Der damalige Name lautete Buobach und fand erstmalig im Jahr 1002 urkundliche Erwähnung. Ab Mitte des 14. Jahrhundert gehörte Bubach zur Kurpfalz.
Der Dreißigjährige Krieg forderte zahlreiche Opfer. Vor dem Krieg zählte Bubach 78 erwachsene Einwohner. Nach dem Krieg schrumpfte diese Einwohnerzahl auf gerade mal 5 Familienväter. Aus steuerlicher Sicht war dies damals schon eine wahre Katastrophe. Zwischen den Jahren 1767 und 1894 verließen knapp 30 Einwohner Bubach, um – zumindest größtenteils – in Brasilien ein neues – vielleicht auch besseres – Leben aufzubauen. Die beiden Weltkriege forderten auch ihren Tribut. Insgesamt mussten 39 Menschen im Ersten und Zweiten Weltkrieg ihr Leben lassen. Bubach verfügte bereits 1826 über ein eigenes Schulgebäude, vor dieser Zeit war es üblich, die Kinder in Privathaushalten zu unterrichten. Das Schulgebäude war eine evangelische Schule, da der Bau von den evangelischen bezahlt wurde. Wer dem katholischen Glauben angehörte, musste seine Kinder nach Laubach zur Schule schicken. Erst ab 1937 durfte die Schule in Bubach von beiden Konfessionen besucht werden. Vom Kriegsende bis 1956 durfte die Schule wieder nur von Protestanten besucht werden. Danach wurde die Schule zu Gemeinschaftsschule, bis zu ihrer Schließung 1971. Heute befindet sich das alte Schulgebäude im Privatbesitz. Heute erinnert kaum noch etwas an diese Zeit, Bubach entwickelt ein überaus modernes Aussehen, gleich zwei Neubaugebiete kann der Ort aufweisen.
Sehenswürdigkeiten in Bubach
Direkt an der Hauptstraße steht die Evangelische Kirche, die in den Jahren 1764/1765 erbaut wurde. Darin befindet sich eine Stumm-Orgel, die 1852 gekauft wurde, damals für einen stolzen Preis von 700 Talern. Um die Kirche herum wurde der Friedhof eingerichtet. Obwohl die Katholiken nach Laubach in die Kirche gehen mussten, bekam sie eine kleine „Ecke“ auf dem Friedhof, wo die Toten ihre letzte Ruhe fanden. Eine weitere Sehenswürdigkeit in Bubach ist die Bubacher Burg. Etwas westlich von Bubach wurde sie errichtet. Aus der mittelalterlichen Burg ist heute nur noch eine Ruine vorhanden, dennoch lohnt sich der Besuch der ehemaligen Anlage.
Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Bubach
Etwa 1 Kilometer von Bubach entfernt steht die Mühle, die ehemals mit der Wasserkraft bedient wurde, die durch den Zusammenfluss der beiden Bäche und eines dritten Zuflusses erzeugt werden konnte. Außerdem lockt die Umgebung mit einer traumhaft schönen Landschaft, die man in vollen Zügen genießen kann. Wälder und weite Wiesen laden zu langen Spaziergängen und Wanderungen ein. Festes Schuhwerk und geeignete Kleidung sollte man also in einem Hunsrück-Urlaub dabei haben. Bubach verfügt zwar nicht über ein Hotel, oder eine Pension, dennoch besteht die Möglichkeit, hier den Urlaub zu verbringen. Eine Ferienwohnung steht hier den Gästen zur Verfügung. Was braucht man mehr, wenn man Ruhe und Erholung sucht?
Daten und Fakten zu Bubach:
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Simmern
Höhe über NN: 450m
Fläche: 7,1km²
Vorwahl: 06766
Postleitzahl: 56288
Einwohner: 276 (Stand Dezember 2009)
KFZ-Kennzeichen: SIM
