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Biebern

Im Biebertal liegt der kleine Ort Biebern. Relativ zentral im Hunsrück gelegen erreicht man von hier alle wichtigen Orte der Umgebung in kurzer Zeit. Das kleine Dorf zählt etwas mehr als 300 Einwohner und lockt mit himmlischer Ruhe. Die Geschichte Bieberns geht bis ins Jahr 754 zurück, als der Ort erstmals urkundlich erwähnt wurde. Damals hieß es Biberahu in pago Nafinsi. Dieser Ort wurde an das Kloster Fulda verschenkt, zumindest steht der Name in der Schenkungsurkunde. Irgendwann im elften Jahrhundert wurde Biebern vom Kloster Ravengiersburg in Besitz genommen. Als das Kloster im Jahr 1566 aufgehoben wurde, wurde Biebern Teil des pfälzischen Teilherzogtums Pfalz-Simmern. Ab dem Jahr 1673 gehörte Biebern zur Kurpfalz. 16 Jahre später, 1689 wurde in Biebern das Simultaneum (das Recht der freien Ausübung zweier Religionen, nämlich evangelisch und katholisch in einem Staat) ausgesprochen. Bereits um das Jahr 1770 standen in Biebern eine evangelische und auch eine katholische Kirche. Ähnlich wie viele andere Orte im Hunsrück wurde auch Biebern durch die Besetzung der französischen Revolutionstruppen im Jahr 1794 französisch, bevor der Ort 1814 durch den Wiener Kongress zum Königreich Preußen zugesprochen wurde. Zum neu gegründeten Land Rheinland-Pfalz gehört Biebern seit 1946.

Sehenswürdigkeiten in Biebern
Die wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Biebern sind die beiden Kirchen. Die katholische Pfarrkirche wurde 1770 erbaut, die evangelische Pfarrkirche im Jahr 1764. Beide Kirchen sind schon von weitem sichtbar und stehen nur in geringer Entfernung zueinander etwa in der Mitte des Dorfs. Der Westturm der evangelischen Kirche wurde später, 1896 errichtet. Auch der Friedhof stammt aus dem 19. Jahrhundert. Das neugotische Grabmal Schäfer stammt aus dem Jahr 1893. Weitere Sehenswürdigkeiten sind einige alte Fachwerkhäuser, sowie ein Kriegerdenkmal (Pylon mit Soldat). Wer in Biebern mit offenen Augen läuft, wird die eine, oder andere Sehenswürdigkeit entdecken, auch, wenn diese nicht unbedingt im klassischen Sinn eine Sehenswürdigkeit darstellen. So zum Beispiel die Überreste eines bis zum Jahr 1900 betriebenen Schinnkauls direkt an der Gemarkungsgrenze zwischen Biebern und Reich. Die gemauerte Aasgrube befindet am Rande des Waldes „Auf der Langfuhr“. Solche Gruben waren Gang und Gäbe im 19. Jahrhundert, doch im Jahr 1900 wurden die Aasgruben verboten.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
Biebern und Umgebung bergen viele interessante Sehenswürdigkeiten. So gibt es beispielsweise in der Bieberner Gemarkung ein sehr großes Gräberfeld, wo sich mindestens 43 frühgeschichtliche Grabhügel befinden. Vermutlich stammen die Grabhügel aus der Zeit vor Christi Geburt. Genauere Erkenntnisse könnte nur eine Ausgrabung liefern, denn eine genaue zeitliche Bestimmung nur durch die Untersuchung der Grabbeigaben möglich wäre. Auch aus der Römerzeit gibt es zahlreiche Funde in Biebern und Umgebung. Diese Funde belegen, dass Biebern bereits zu Zeiten der Römer besiedelt war. Die Funde wurden etwas außerhalb von Biebern gefunden. Unter den Funden befinden sich Scherben von verschiedenen Gefäßen, und einige römische Gebrauchsgegenstände, bzw. Teile davon. Die Umgebung von Biebern lädt außerdem zu langen Wanderungen und Spaziergängen ein. Kleine und große Wälder unterbrechen die Landschaft mit ihren Bäumen. Im Schatten alter Bäume bietet sich ein ausgedehnter Spaziergang vor allem im Sommer an.

Daten und Fakten zu Biebern:
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Simmern
Höhe über NN: 400m
Fläche: 4,1km²
Vorwahl: 06761
Postleitzahl: 55471
Einwohner: 313 (Stand Dezember 2009)
KFZ-Kennzeichen: SIM

Position

49° 59' 34.4436" N, 7° 26' 42.2592" E