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Gödenroth

Die kleine Ortsgemeinde Gödenroth liegt etwa 5km nordöstlich von Kastellaun im Hunsrück, auf einer Höhe von 415 Metern über Null. Ähnlich, wie viele andere Orte im Hunsrück, verfügt auch Gödenroth über eine bewegte Geschichte. Gödenroth fand erste schriftliche Erwähnung im Jahr 1367, allerdings unter dem Namen Godelrait. Dabei ging es um eine Urkunde über einen Hof namens Schweickhausen, der sich im Besitz der Pfalzgrafen befand. Das kleine beschauliche Dörfchen war schon im Mittelalter besiedelt und gehörte zur Grafschaft Sponheim. Trotz der recht späten Erwähnung muss davon ausgegangen sein, dass Gödenroth bereits im 10. oder 12. Jahrhundert besiedelt war. Darauf deuten die häufig wechselnden Namen, die jedoch für diese Zeit typisch waren. Einige Ausgrabungen, wie z.B. die Fischgrätenmauer in 6 Metern Länge, die man bei der Kirche freigelegt hatte, deuten ebenfalls auf eine recht frühe Besiedlung hin. Das Alter des Fischgrätenmauerwerks wird auf etwa 800 Jahre (oder älter) geschätzt.

Sehenswürdigkeiten in Gödenroth
Die lutherische Kirche wurde im Jahr 1560 schriftlich erwähnt, und zwar in einem Visitationsbericht. Auch die Kirche erlebte den einen und anderen Schicksalsschlag. Die Kanzel wurde 1675 zerstört, außerdem wurde eine Glocke gestohlen. Verantwortlich für den Diebstahl waren lothringische Soldaten. Doch damit noch nicht genug. Französische Soldaten zerstörten die Kirche 1692, kurze Zeit später, im Jahr 1709 erfolgte weitere Zerstörungen durch das Deutsche Feldheer. Erst 1720 konnte die Kirche wieder aufgebaut werden und erhielt danach auch eine Stumm-Orgel. Das Querhaus mit dem dazugehörigen Rundchor wurde erst in den Jahren 1843-1844 angebaut. Die Stumm-Orgel wurde durch eine Oberlinger-Orgel im Jahr 1898 ersetzt, deren Zinn-Prospektpfeifen kurz vor dem Ende des Ersten Weltkriegs abgegeben werden mussten, um daraus Rüstungsgegenstände für den Krieg herzustellen. Die Kirche wurde in den darauf folgenden Jahren immer wieder neu renoviert, bevor sie zum Gemeindehaus umgebaut wurde.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung
Rechtlich gesehen gehört zu Gödenroth eine weitere Sehenswürdigkeit, rund 150 Meter vom eigentlichen Ort entfernt, in Richtung Hollnich. Dabei handelt es sich um den „Kleinbergerhof“, bestehend aus zwei Häusern. Bewohnt wird der Hof von zwei Familien. Die Umgebung von Gödenroth verfügt nicht nur über eine traumhaft schöne Landschaft, sondern auch über schattige Wälder, in denen sich eine Wanderung förmlich aufdrängt. Auch für Fahrradfahrer zeigt sich die Gegend als überaus interessant. Durch Gödenroth verläuft eine Höhenstraße, dadurch ist das Verkehrsaufkommen sehr hoch. Wer also mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte umsichtig fahren. Das Dilemma mit einer Umgehungsstraße wurde mittlerweile gelöst. Beim Bau dieser, wird man darauf achten, dass die Natur weitestgehend erhalten bleibt.

Besonderheiten
Seit 2002 ist Gödenroth Heimat des „Firefucker-Festivals“. Das Festival ist eine Musik-Veranstaltung, überwiegend treten hier verschiedene Rock-Bands auf. Dann wird es laut in Gödenroth, Menschenscharen strömen hierhin, nicht nur aus der direkten Umgebung. Einige Besucher nehmen eine lange Reise auf sich, nur um diesem Spektakel einmal (oder auch jedes Jahr) beizuwohnen. Das Festival findet jedes Jahr an einem Wochenende im August, oder September statt.

Daten und Fakten zu Gödenroth:
Landkreis: Rhein-Hunsrück-Kreis
Verbandsgemeinde: Kastellaun
Höhe über NN: 415m
Fläche: 6,82km²
Vorwahl: 06762
Postleitzahl: 56290
Einwohner: 486 (Stand Dezember 2009)
KFZ-Kennzeichen: SIM

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