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Säure fließt in den Rhein

Der erste Säuretank des havarierten Tankers „Waldhof“ an der Loreley wurde erfolgreich abgepumpt und in den Rhein geleitet. Doch da sich das Abpumpen aufgrund verschiedener Widrigkeiten als schwieriger erwies als zunächst angenommen, verständigten sch die Behörden nun darauf, etwa 350 Tonnen Säure aus dem zweiten Tank kontrolliert in den Rhein abzuleiten. Eine Gefahr für die Umwelt entstünde dabei nicht, so die Einsatzleitung. Das Rheinwasser verdünne die Schwefelsäure sehr schnell und stark, sodass weder Mensch noch Tiere gesundheitliche Einschränkungen erleiden werden. Gerade der umgekehrte Vorgang sein gefährlich, so die Experten: Wenn Wasser in die Säuretank eindringt, kann hochexplosiver Wasserstoff entstehen. Demnach hatte man sich mit dem Ablassen der Säure für das kleinere Übel entschieden. Die Waldhof hatte insgesamt 2400 Tonnen Schwefelsäure geladen, etwa 900 Tonnen sind bereits in den Rhein geflossen, wahrscheinlich durch die Automatikventile. 1000 Tonnen sollen noch abgeleitet werden. Der Ph-Wert an der Unglücksstele hatte sich geringfügig, aber dennoch nicht bedenklich genug, verändert. Polizeihubschrauber, welche mit Wärmebildkameras ausgerüstet waren, verfolgten die Aktion. Der Tanker war vor drei Wochen an dem Felsen der Loreley verunglückt, bisher haben die Untersuchungen zur Ursache der Havarie noch keine Ergebnisse gebracht.

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