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Rheinböllen will unabhängig bleiben

Die Verbandsgemeinde Rheinböllen kämpft um Selbständigkeit. Gegen eine Fusion mit benachbarten Verbandsgemeinden hat sich jetzt auch der Rheinböllener Stadtrat einstimmig ausgesprochen.
Grund für die Aufregung ist die für das Jahr 2014 geplante Kommunal- und Verwaltungsreform im Land Rheinland-Pfalz. Bereits mehrfach wurde die Verbandsgemeinde Rheinböllen als möglicher Übernahmekandidat genannt und auch Kommunalpolitiker sprachen sich für einen Zusammenschluss der Verbandsgemeinde mit den benachbarten Gemeinden aus. Im Rahmen der Reform und durch den Zusammenschluss kleinerer Verbandsgemeinden will man die Folgen des demografischen Wandels besser auffangen können. So wurde in einem Gesetz festgelegt, dass eine Verbandsgemeinde künftig eine Mindestgröße von 12.000 Einwohnern vorweisen muss, um selbständig zu bleiben. Bei einer Fläche von 100 Quadratkilometern reichen 10.000 Einwohner. Zudem müssen der Verbandsgemeinde mindestens 15 Ortsgemeinden angehören.
Die Verbandsgemeinde Rheinböllen kann derzeit rund 10.113 Einwohner sowie 12 Ortsgemeinden vorweisen, die sich auf einer Fläche von 108 Quadratkilometern verteilen. Für einen freiwilligen Zusammenschluss mit benachbarten Verbandsgemeinden, wie beispielsweise der Verbandsgemeinde Simmern, würde es derzeit noch hohe Zuschüsse geben. Doch die Verbandsgemeinde Rheinböllen wehrt sich und will auch weiterhin unabhängig und selbständig bleiben. So verfüge die VG nach Meinung des Stadtrats über eine ausreichend effiziente und leistungsfähige Verwaltung und auch finanziell sei man im Vergleich zu anderen Gemeinden gut aufgestellt.

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