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Keine Kooperation der Feuerwehren am Mittelrhein

Die Zusammenarbeit zwischen der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel und der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe ist an der Anschaffung einer Feuerwehr-Drehleiter gescheitert. Die VG Rhein-Nahe war trotz Notwendigkeit nicht bereit, die rund 465.000 Euro teure Leiter mitzufinanzieren.
Die Drehleiter wurde von allen Beteiligten gefordert und stellt definitiv eine Notwendigkeit dar, die sogar von Seiten des Innenministeriums befürwortet wurde. Trotzdem hat sich die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe von dem Projekt distanziert. So liegt bereits seit dem 2. September 2010 eine schriftliche Kündigung der VG vor, aus der hervorgeht, dass man sich nicht mehr an dem gemeinsam geplanten Projekt beteiligen wolle.
Grund für die Distanzierung sei die neue Feuerwehrverordnung, die seit dem 29. Juli 2010 gilt. Wie der Bürgermeister der VG Rhein-Nahe, Franz-Josef Riediger, bekanntgab, habe sich durch das Inkrafttreten dieser neuen Verordnung die Ausgangslage für die Verbandsgemeinde geändert. So sei eine Anschaffung der 465.000 Euro teuren Drehleiter nicht mehr zwingend erforderlich. Vielmehr sei für die Ortsgemeinden der Risikoklasse B2 eine Anhängeleiter des Typs AL 16-4 ausreichend. Eine solche Leiter liegt am Stützpunkt Bacharach bereits vor, so dass die gesetzlichen Mindestanforderungen für die Region bereits erfüllt werden. Die Entscheidung gegen die Anschaffung der Drehleiter sei der VG Rhein-Nahe nicht leicht gefallen. Dennoch distanziere man sich weiterhin von der Investition.

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