Autofahrer erschießt sich bei Verkehrskontrolle
Am Donnerstag, 26. August 2010 erlebten Kontrollbeamten der PI Simmern ein filmreifes Horrorszenario, bei einer Verkehrskontrolle an der B 50.
Berichten zu Folge befuhr ein 48-jähriger Mann aus dem Hunsrück mit seinem Mercedes E-Klasse aus Richtung Trier/Frankfurt Hahn die B50. Eine Autofahrerin alarmierte die Polizei, nachdem sie sah, dass der Wagen nicht nur in Schlangenlinie fährt, sondern auch einige Male die Leitplanke streift.
Die Polizeibeamten reagierten auf den Anruf übers Handy sofort, indem sie einen Streifenwagen an der Anschlussstelle der B50 bei Simmern/West positionierten. Der Mercedes wurde von den Beamten von der Bundesstraße gelotst und angehalten. All dies geschieht ohne Probleme. Als der Kontrollbeamte zum Wagen geht und den Fahrer durch das Wagenfenster anspricht, hält dieser plötzlich eine Schusswaffe in der Hand, und bedroht damit den Beamten. Dieser konnte sich hinter dem Streifenwagen in Sicherheit bringen, doch damit war die Sache noch nicht ausgestanden.
Der Fahrer des Mercedes stieg aus seinem Wagen, die Waffe in der Hand und ging um seinen Wagen herum. Als er an der Wagenfront ankommt, richtet er die Waffe gegen sich selbst und schoss sich damit in den Kopf. Notarzt und Rettungshubschrauber sind zwar rasch zur Stelle, doch dem Mann konnten sie nicht mehr helfen, er erlag noch an Ort und Stelle seiner schweren Schussverletzung. Die Ermittlungen wurden aufgenommen, bisher ist jedoch nicht viel bekannt. Weder Vorgeschichte, noch die Herkunft der Waffe ist geklärt. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach und die Kriminalpolizei Koblenz übernahmen den Fall und ermitteln. Auch über das Motiv dieser Tat ist bisher nichts bekannt. Hintergründe für die Tat, Motivation und weitere Details müssen nun im Rahmen der Ermittlungen geklärt werden. Dieses Szenario ereignete sich am helllichten Tag, gegen 15:15 Uhr. Die B50 war am Selbstmord-Tatort für rund zwei Stunden gesperrt.

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