560.000 Euro für die Rheinböllener Sporthalle
In seiner neuen Rolle als Bürgermeister leitete Arno Imig seine erste VG-Ratssitzung souverän und mit der Erfahrung eines langjährigen Verwaltungsbeamten. Ein wichtiges Thema waren die schweren Bauschäden an der Sporthalle in Rheinböllen. Die Sanierungskosten belaufen sich auf 560.000 Euro. Im Januar bereits hatte man entdeckt, dass Grundwasser in die Fundamente und die Wände der Großsporthalle eingelaufen war. Die Halle ist erst 3 Jahre alt, der Bau kostete 2,3 Millionen Euro. Sie dient allen Sporttreibenden von Schulen und Vereinen als Anlaufs- und Trainingsort. Nun ist sie bereits ein halbes Jahr schon gesperrt. Die am Bau beteiligten Firmen weisen jede Schuld von sich, aus diesem Grund wurde ein Gutachter beauftragt. Gutachter Friedbert Schiel aus Sobernheim sammelte eine lange Liste von Mängeln bei der Untersuchung der Halle. Es gebe kein komplettes Abdichtungskonzept, denn die Vorgaben des Bodengutachters zu Abdichtungsmaßnahmen wurden offensichtlich nicht in die Planung der Architekten und die Tragwerksplanung einbezogen. Die Bodenplatte aus Stahlbeton sei auch viel zu dünn, so der Gutachter. Eine Vielzahl von Betonierfugen sei ebenfalls zu bemängeln, so lautete der traurige Bericht. Als Folge weisen alle Gebäudeteile einen massiven Schimmelbefall auf. Der Sanierungskatalog ist dementsprechend lang. Sollten die Firmen, welche als Schadensverursacher gelten, die Schäden in Höhe von 560.000 Euro nicht zahlen, werde man vor Gericht klagen, beschloss der VG-Rat einstimmig.

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